Fragen und Tipps zum Thema Rasen
Lieber Gartenfreund
Nachstehend möchten wir Ihnen mit einigen Tipps zum Thema Rasen zur
Seite stehen. Zögern Sie nicht, bei Unklarheiten oder Fragen rund um
Ihren Garten den Fachmann zu Rate zu ziehen. Wir sind gerne für Sie
da!
Allgemeines über den «Grünen Teppich»
Ein gepflegter Rasen ist und bleibt eine Monokultur und muss entsprechend
gepflegt werden damit er in Form bleibt.
Regelmässiger Schnitt und Düngung ist dabei das absolute Minimum.
Wer sich dies nicht zu Herzen nimmt, stellt bald fest, dass Unkraut, Moos
und Kahlstellen überhand nehmen.
Neuansaat
Frage: Mein Rasen ist neu angesät worden, muss ich Wasser geben?
Antwort: Bevor das Saatgut austreibt und sichtbar wird, kann - aber muss
nicht bewässert werden.
Wenn Sie das Wachstum des Rasens fördern wollen, so verwenden Sie
ausschliesslich die speziellen Rasensprenger zu Bewässerung. (Vorsicht:
Kein Wässern mit einem Schlauch oder starkem Wasserstrahl wegen dem
Ausschwemmen des Samens)
Frage: Muss der keimende Rasen gewässert werden?
Der frisch austreibende oder schon gewachsene Rasen braucht bei Trockenheit
und Hitze täglich Wasser. Mit dem Rasensprenger versorgen Sie ihn
mit der nötigen Feuchtigkeit. Wässern sie am frühen Morgen oder abends, keinesfalls während
der Mittagshitze.
Dauer: ca. 10 - 15 Minuten lang.
Frage: Es hat in meinem frisch angesäten Rasen sehr viel Unkraut.
Was kann man dagegen tun.
Kein Grund zur Panik. Die meisten Unkräuter verschwinden mit dem ersten
Schnitt. Grossblättrige Unkräuter schattieren zudem das zarte
Gras.
Frage: In meinem Rasen hat es viele lichte Stellen, ich habe das Gefühl,
es wurde zu wenig Samen eingebracht?
Saatmischungen sind aus verschiedensten Gräsersorten zusammengemischt.
Die Länge der Keimzeit ist unterschiedlich, gewisse Gräser brauchen
deshalb mehr Zeit.
Bringt man bei der Ansaat zuviel Samen ein (üblich sind 30 grs/m2)
entwickeln sich die robusteren am schnellsten und verdrängen die feinen
Gräser. Der Rasen sieht im Moment zwar sehr schön und grün
aus, längerfristig macht er aber kein Breitenwachstum und sieht nach
kurzer Zeit unansehnlich aus.
Frage: Kann das Unkraut schon im ersten Jahr bekämpft werden.
Nein, die Chemische Unkrautvernichtung kann erst in der zweiten Vegetationsperiode
vorgenommen werden.
Pflege-Tipps
Rasenschnitthöhe 3 - 5 cm
Regelmässiger Rasenschnitt führt zu einem schönen, dichten
Rasen.
Es sollte jeweils nur 1/3 der Grashöhe weg geschnitten werden, d.h.
bei 6 - 8 cm hohem Rasen wieder mähen.
An schattigen Standorten nur jedes 2. Mal mähen.
Die Bewässerung
Im Sommer einmal pro Woche 15 - 20 lt. pro m2 bewässern
(20mm im
Regenmesser).
Nur bei Trockenheit wässern.
Die Düngung
Rasengräser benötigen vor allem Stickstoff, deshalb sollten spezielle
saisonale Rasendünger verwendet werden.
Wir empfehlen Düngergaben im Frühjahr, Sommer und Herbst.
Vorsicht beim Einstreuen, Schattenbildung durch unsachgemässes Verteilen.
Dünger nach dem Schneiden auf trockenen Rasen ausbringen. Wenn anschliessend
bewässert wird, wirkt der Dünger besser.
(Düngerrückstände auf Betonplatten wegwischen, sie können
Rostflecken verursachen)
Die Unkrautbekämpfung
Bei einer angepassten Rasenpflege (u.a. Düngung ) ist das Unkraut
kein Problem. Unkraut wird in erster Linie durch die Förderung des
Rasenwachstums reguliert. Die Anwendung von Unkrautvernichter kann nur
dann zu einem besseren Rasen führen, wenn gleichzeitig die Pflegemassnahmen
verbessert werden.
Das Vertikutieren
Einmal pro Jahr (April/Mai) sollte vertikutiert werden.
Das Vertikutieren dient dem Entfernen von Rasenfilz und wird mit einem
Vertikutierrechen oder einer Vertikutiermaschine durchgeführt.
Gleichzeitig wird dadurch Moos entfernt und Kräuter werden geschwächt.
Die Moosbekämpfung
Moos ist je nach Art des Rasens und den Standortbedingungen (Schattenlage)
eine normale Erscheinung. Mit Pflegemassnahmen wie Düngen, weniger
tief mähen sowie Vertikutieren, kann die Konkurrenzfähigkeit
von Rasengräsern gefördert und Moos somit verdrängt werden.
Rasenunterhalt vom Fachmann ausgeführt
Unser Rasenunterhaltsabonnement beinhaltet 3-maliges Düngen, Unkrautbekämpfung
im Mai/Juni und bei Bedarf im August /September sowie einmaliges Moosentfernen
(Vertikutieren) und Belüften (Aerifizieren) pro Saison.
Die häufigsten Rasen-Probleme…
Staunässe hinterlässt grosse Narben
Merkmale:
Schwere, lehmige und verdichtete Böden können zu wenig "atmen" da
sie für Wasser und Luft schlecht durchlässig sind. Diese ungünstigen
Bedingungen führen vor allem bei starker Belastung zu lückigem
Rasen und schlechter Wurzelbildung. Der Rasen vergilbt und seine Strapazierfähigkeit
leidet.
Vorbeugung/ Behandlung
Bei leicht feuchtem Boden aerifizieren (belüften). Idealer Zeitpunkt
ist im Frühjahr oder im Herbst nach dem Vertikutieren (entmoosen).
Nach dem Vertikutieren und Aerifizieren sollte Bewurzelungsdünger
ausgebracht werden.
Anschliessend den Rasen sanden oder mit Rasenerde abdecken, bis die Löcher
nicht mehr sichtbar sind.
Zum Schluss wird mit Rasensamen gezielt nachgesät.
Unkraut, Ungräser und Moos
Mögliche Ursachen
Unkrautsamen sind in Unmengen im Boden vorhanden oder werden vom Wind auf
die Rasenflächen verfrachtet.
Nährstoffmangel und Lücken im Rasen ermöglichen den Unkräuter
und Ungräsern, sich im Rasenteppich zu etablieren.
Vorbeugung/ Bekämpfung
Bei geringem Unkrautbefall kann von Hand gejätet werden. Breitblättrige
Unkräuter wie Löwenzahn, Weissklee oder Wegerich spritzt man
frühzeitig mit einem selektiven Herbizid ab.
Hirsen können damit nicht bekämpft werden.
Ihr Unterhaltsgärtner weiss hier Rat.
Schäden durch falsches Düngen und
Ausbringen
Mit dem Entschluss, den Rasen zu düngen, ist es nicht getan. Die Düngerwahl
ist je nach Jahreszeit entscheidend und muss nach dem Zustand Ihres Rasens
getroffen werden. Auch die Ausbringung verlangt eine exakte Vorgehensweise.
Wenn Rasendünger ungleichmässig ausgebracht wird, entstehen nach
wenigen Tagen dunkelgrüne Streifen im Rasen.
Die gelben Flecken zwischen den Streifen werden dann schnell lückig,
Unkraut kann sich festsetzen. Zudem ist der Rasen an diesen Stellen weniger
trittfest und viel krankheitsanfälliger.
Vorbeugung
Dünger müssen möglichst regelmässig auf die Rasenfläche
verteilt werden.
Das Ausbringen erfolgt entweder von Hand, in zwei Arbeitsgängen übers
Kreuz oder besser mit einem korrekt eingestellten Düngerstreuer.
Schneeschimmel oder Rotspitzigkeit
Bei Schneeschimmel bilden sich im Frühjahr wasserdurchtränkte,
runde Flecken von zuerst dunkelbraun-oranger, dann weisslicher Farbe (Durchmesser
ca. 25 bis 300 mm)
Die Schadsymptome von Rotspitzigkeit sind winzige rote Fäden an den
Blattspitzen oder eine gallertartige Masse, die mehrere Blätter verklebt.
Die befallenen Flecken erreichen normalerweise einen Durchmesser von 20
bis 50 mm.
Vorbeugung/ Bekämpfung
Eine gute Drainage verhindert weitgehend Krankheiten, da der Rasen nach
Regenfällen rasch abtrocknet. Ausserdem sollte er ausreichend mit
Dünger versorgt werden. Neben der Frühjahrsdüngung ist
die Herbstdüngung mit einem kalibetonten Rasendünger wichtig
zur Verhinderung von Schneeschimmel. Weiter darf nicht zu selten und
nicht zu tief geschnitten werden. Mit chemischen Mitteln (Fungiziden)
kann dagegen eingewirkt werden.
Aber auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen.
Quelle: Infoschrift des Verbandes Schweizer
Gärtnermeister
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